Wir über uns

Der Ursprung der modernen Hospizbewegung ist in England in den 60ziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts zu suchen. Sie hat sich dann als eine die gesamte Gesellschaft beeinflussende Bewegung auch in Deutschland durchgesetzt und zunehmende Anerkennung und Wertschätzung erfahren.

Die wesentlichen Forderungen waren und sind bis heute ein mitmenschlicher Umgang mit Leben, Sterben und Tod durch Wiedergewinnen von Familienzugehörigkeit sowie das Erhalten von Autonomie und Würde Schwerstkranker und Sterbender.

Die Integration der Hospizidee in die Schulmedizin hat eine neue Disziplin, die »Palliativmedizin« entstehen lassen.

Heute engagieren sich rund 80.000 ehrenamtliche HospizbegleiterInnnen in der Hospizbewegung in Deutschland – und wir gehören dazu!

Wesentliche Stationen der Hospiz- und Palliativentwicklung

  • 1967   Gründung des St. Christopher`s Hospiz in England (London)
  • 1983   Eröffnung der ersten deutschen Palliativstation (Köln)
  • 1985   Gründung des ersten regionalen Hospizvereins (München)
  • 1986   Eröffnung des ersten deutschen, stationären Hospizes (Aachen)
  • 1992   Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz (heute: Deutscher Hospiz- und Palliativverband)
  • 1994   Gründung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin
  • 1999   Erste Professur für Palliativmedizin in Deutschland (Bonn)
  • 2016  235 stationäre Hospize (Quelle: DHPV)
  • 2016  304 Palliativstationen (Quelle: DHPV)
  • 2016   1500 ambulante Hospizdienste (Quelle: DHPV)

Selbstverständnis

Die Hospizgruppe Aschaffenburg steht für

  • Beratung und Begleitung von unheilbar erkrankten und sterbenden Menschen und deren Angehöriger
  • Unterstützung in vertrauter Umgebung
  • Achtung der persönlichen Bedürfnisse und Wünsche
  • Lebensbeistand bis zuletzt

Im Sinne der Hospizidee möchten wir einen Beitrag leisten für ein möglichst menschenwürdiges, selbst bestimmtes und schmerzfreies Leben bis zuletzt.

Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind.
Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig,
und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben,
sondern leben können bis zuletzt.

Cicely Saunders, Begründerin der Modernen Hospizbewegung

Link zum Thema »assistierter Suizid«.

Stellungnahme zum Thema »Assistierter Suizid«

Unabhängig politischer Entscheidungen sowie Stellungnahmen verschiedenster Institutionen und Verbände lehnt die Hospizgruppe Aschaffenburg e.V. die ärztliche Beihilfe zum Suizid grundsätzlich ab.

Es gehört nicht zu den Aufgaben der in der Hospizgruppe Aschaffenburg e.V. organisierten ehrenamtlichen Hospizbegleiter, bei der Vorbereitung und Durchführung des assistierten Suizids anwesend zu sein oder in irgendeiner Form mitwirkend tätig zu werden. Bei allem Respekt vor den Bedürfnissen und Wünschen des einzelnen Patienten steht die Hospizgruppe Aschaffenburg e.V. andererseits unverrückbar zu dem Versprechen, Menschen in ihrer Not nicht alleine zu lassen und sie bis zum letzten Augenblick ihres Lebens zu begleiten.

Es bleibt deshalb die Aufgabe jedes einzelnen Hospizbegleiters, immer neu und für sich selbst zu entscheiden, wo das Versprechen, bei dem betreuten Mitmenschen bis zum Tode zu bleiben, ihre Grenze hat. Der Vorstand und das Koordinatoren-Team stehen dabei jedem Hospizbegleiter unterstützend und beratend zur Seite.

Möglichst alle Mitbürger umfänglich über die Möglichkeiten der Hilfe durch Hospizbegleiter und den Einsatz der ambulanten und stationären palliativen Versorgung noch besser zu informieren, sowie der weitere Ausbau dieser Strukturen bleibt unser aller Anliegen und Aufgabe für die Zukunft.

Aschaffenburg, 05.05.2015

Dr. Max Strüder, Vorstand

Hella Stock, Vorstand

Historie

Entstehung der Hospizgruppe Aschaffenburg e. V.

1991

Herr Norbert Ehrler rief einen Gesprächskreis ins Leben, um die moderne Hospizidee in der Stadt Aschaffenburg bekannt zu machen und zu verbreiten.

1993

Offizielle Vereinsgründung unter dem Namen

Hospizgruppe Aschaffenburg e. V.

1. Vorsitzender: Norbert Ehrler (1993 – 2003)
2. Vorsitzende: Karola Hock (1993 – 1999)

Der Verein schließt sich als 18. Mitglied dem Bayerischen Hospizverband an.

2000

Mitwirkung unseres Vereins bei der Errichtung einer Palliativstation am Klinikum Aschaffenburg,
Baubeginn Mai 2006.

1 . Vorsitzender

Herr Norbert Ehrler (1993-2003)

Dr. Max Strüder (2003-heute)

2 . Vorsitzende

Frau Karola Hock (1993-2001)

Frau Annette Krug-Oppenrieder (2001-2007)

Frau Hella Stock (2007-2017)

Herr Siegfried Huller (2017-heute)

Ehrenvorsitzender seit 2008 Herr Norbert Ehrler

2011

Arbeitsgruppe zum Aufbau eines SAPV-Teams für den Bayerischen Untermain

2013

Gesellschafter des Hospiz- und Palliativ-Teams Bayerischer Untermain (SAPV)

Team

Unser Vorstand

 

Unser Büroteam

 
 

Unsere Ansprechpartner für Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

 

Kooperationspartner

Die Hospiz- und Palliativarbeit verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz

Diesem Anspruch kann nur innerhalb eines multiprofessionellen Teams, bestehend aus unterschiedlichen Professionen, wie beispielsweise Palliativmedizinern, Palliativ Care Pflegekräften, freiwilligen (qualifizierten) Hospizbegleitern, Therapeuten, Sozialarbeitern, Theologen und vielen weiteren Berufsgruppen, Rechnung getragen werden. Vernetzung und enge Zusammenarbeit bildet somit die Grundlage einer gelungenen Begleitung.

Wir arbeiten daher intensiv mit Krankenhäusern, Seniorenheimen, ambulanten Pflegediensten, unserem SAPV-Team, Haus- und Fachärzten, sowie zahlreichen Beratungsstellen in Stadt und Landkreis Aschaffenburg zusammen.

Darüberhinaus nehmen wir regelmäßig an den Treffen des Arbeitskreises Hospiz am bayerischen Untermain teil, sowie an Netzwerktreffen des bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes.

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